Michael Schmidt - Albertina

Seit 1. April 2022 widmet die Albertina dem deutschen Fotografen Michael Schmidt (1945-2014) eine umfassende Einzelausstellung. In der Schau wird der Werdegang Schmidts anhand einzelner Werkgruppen nachgezeichnet, die seine sich stets wandelnden Gestaltungsmittel aufzeigen sollen.

 

Die Anfänge 

Erste Arbeiten von Schmidt entstehen zwischen 1969 und 1973. Diese beinhalten Aufnahmen von Berlin Kreuzberg, die Schmidt aus einer fotojournalistischen Perspektive dokumentiert. Zu sehen sind unter anderem Fotografien von Hausfassaden, spielenden Kinder oder Menschen bei der Arbeit, die sich durch einen harten Kontrast der Tonwerte auszeichnen. 

 

Waffenruhe

Ein Highlight der Ausstellung ist das Projekt „Waffenruhe“, das in einem Zeitraum von drei Jahren entstanden ist und Berlin als geteilte Statdt zeigt. Die fragmentarischen und teils grell geblitzten Fotografien sollen das dystopische Lebensgefühl und die politische Situation kurz vor der Wende darstellen.

 

Lebensmittel 

In seiner letzten großen Werkserie fotografiert Michael Schmidt unterschiedliche Produktions- und Verarbeitungsbetriebe der Lebensmittelindustrie. Schmidt wendet ein dokumentarisches Verfahren an, ohne nähere Informationen zum dargestellten Gegenstand zu geben. 

 

Fazit

Die Albertina gibt mit dieser aktuellen Ausstellung einen umfassenden Einblick in die fotografischen Arbeitsweisen von Michael Schmidt, die sich im Laufe der Jahre immer wieder gewandelt haben. Schmidt wird in dieser sehenswerten Schau als vielseitiger und experimentierfreudiger Fotograf dargestellt.

 

Autorin: Isabel Victoria

 

“Michael Schmidt“ ist noch bis 26. Juni 2022 in der Albertina zu sehen

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