Christian Kracht - Eurotrash - Akademietheater

Am 29. April 2022 fand die Premiere von "Eurotrash" in der Inszenierung von Itay Tiran im Akademietheater Wien statt. Die literarische Vorlage stammt von dem Schweizer Schriftsteller Christian Kracht. 

 

Mutter und Sohn 

Der Protagonist namens Christian referiert über die nicht einfache Beziehung zu seiner Mutter. Alle paar Monate besucht er aus reinem Pflichtbewusstsein die alte Dame, die an Demenz leidet und von Tabletten sowie Wodka abhängig ist. Diesmal wurde er von ihr höchstpersönlich zu einem Treffen in eine Zürcher Hotellobby bestellt.

 

Nicht mehr bei Sinnen

Christians Mutter ist aufgrund ihrer Lebensgewohnheiten nicht mehr ganz bei sich. Wenn es um Geldangelenheiten geht, kommt ihre Rationalität doch wieder zum Vorschein. Sie hat ihr Vermögen gut investiert und möchte nun sechshundertausend Franken verschenken. Ihr Sohn soll ihr dabei behilflich sein.

 

Roadtrip

Christian verspürt hingegen den Wunsch nach Katharsis, um die zerrüttete Beziehung zur Mutter retten. Ein spontaner Roadtrip soll dabei Abhilfe schaffen. Und so starten die beiden eine rasante Taxifahrt von Zürich aus ins Innere der Schweiz, nicht zuletzt auch auf der Suche nach sich selbst und ihrer Vergangenheit.

 

Fazit 

Itay Tirans Inszenierung von "Eurotrash" ist eine durchaus gelungene Bühnenadaption von Krachts Roman. Die beiden Schauspieler beweisen, dass es auf der Bühne nicht mehr braucht als einen silbernen Vorhang, ein grünes Samtsofa und einen Rollator, um zu überzeugen und das Geschehen glaubhaft darzustellen.

 

Autorin: Isabel Victoria 

 

Die nächste Vorstellung von "Eurotrash" findet am 9. Mai im Akademietheater statt sowie an folgenden Terminen 

 

FotoCredit: ©Susanne Hassler-Smith

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