Simon Stephens - Am Ende Licht - Akademietheater

Bereits seit 24. Februar 2022 ist Simon Stephens Inszenierung "Am Ende Licht" in der Regie von Lilja Rupprecht im Akademietheater zu sehen. Im Zentrum steht der Moment kurz vor dem eigenen Tod, der auch gleichzeitig ein Anfang ist.

 

Es beginnt mit dem Tod

Christine steht im Supermarkt, als sie plötzlich zwischen den Lebensmittelregalen zusammenbricht. Die Frau ahnt voraus, dass sie in den nächsten Minuten wohl sterben wird. Mit der Erzählung über ihren eigenen Tod beginnt das Geschehen auf der Bühne.

 

Eine Nacht im Hotel

Durch Christines Augen bekommen wir als Zuschauer nun einen Einblick in ihre Familienverhältnisse. Und so kann ihr Mann Bernard dabei beobachtet werden, wie er sich in Erwartung seines ersten Dreiers mit seiner Geliebten und einer Freundin in einem Restaurant trifft.

 

Komplizierte Beziehungen

Außerdem besucht Christine ihre drei Kinder. Eine ihrer Töchter namens Jess wacht nach einer durchzechten Nacht neben einem fremden Mann auf. Die andere Tochter, Ashe, eine alleinerziehende Mutter, beendet nach einem Streit die Beziehung mit ihrem drogensüchtigen Freund. Währenddessen trifft sich ihr Sohn Steven mit seinem Lover Andy und wird dabei mit seinen Beziehungsängsten konfrontiert.

 

Fazit

"Am Ende Licht" ist eine durchaus interessante Inszenierung von Simon Stephens. Auf der Bühne werden die Ängste und Neurosen der Figuren schonungslos präsentiert, von denen sie sich nur langsam davon befreien können. Dabei wird nichts beschönigt, jeder menschliche Abgrund wird preis gegeben. Dennoch steht am Ende ein Hoffnungsschimmer. Und genau diese realitätsbezogene Darstellung macht das Stück sehenswert.

 

Autorin: Isabel Victoria

 

Die nächste Vorstellung von "Am Ende Licht" findet am 16. Mai 2022 sowie an weiteren folgenden Terminen im Akademietheater statt.

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