Gustav Klimt - Die Zeichnungen - Albertina Modern

Bereits seit 9. April 2022 ist in der Albertina Modern die Ausstellung "Gustav Klimt - Die Zeichnungen" zu sehen. Die Schau beinhaltet 100 Werke, die einen umfassenden Einblick in Klimts Zeichenkunst geben sollen.

 

Klimts zeichnerische Welt

Im ersten Bereich wird eine Einführung in die Thematik gegeben. Es wird gewissermaßen Klimts Rückkehr in das Künstlerhaus gefeiert, das er vor 125 Jahren verlassen hat. Diese Schau soll einen Überblick über Klimts Arbeitsmethoden und sein geistiges Universum geben. Im Fokus seiner Arbeiten steht dabei zumeist die menschliche bzw weibliche Figur, wie aus den gezeigten Studien hervorgeht.

 

Die Gründung der Secession 1897

Die nächsten beiden Räume widmen sich der Secession sowie dem Beethovenfries, welches noch heute in der von Klimt gegründeten Künstlervereinigung zu sehen ist. Das von Klimt für die Eröffnung gestaltete Plakat, welches Theseus zeigt, wie er den Minotaurus erschlägt, wurde aufgrund von zuviel Nacktheit jedoch vorerst zensuriert. Eben jener Entwurf ist auch Teil der Ausstellung. 

 

Damenbildnisse 

Folgt man der Schau weiter, so findet man Klimts Damenbildnisse, in denen er die Wiener Gesellschaft porträtierte. Als Auftakt dafür kann die 1898 angefertigte Zeichnung von Sonja Knips gesehen werden. In diesem, wie auch in den folgenden Porträts, versuchte Klimt das Wesen einer Stellung oder Geste durch "beseelte" Umrisslinien darzustellen. Klimt fertigte in den Jahren danach schließlich noch weitere Bildnisse von Fritza Riedler, Paula Zuckerkandl oder Ria Munk I an. Den Schluss dieser Ausstellung bildet Klimts erotische Akte, die auch Eingang in seine Zeichnungen gefunden haben.

 

Fazit

Mit "Gustav Klimt - Die Zeichnungen" ist der Albertina Modern eine durchaus interessante Ausstellung gelungen. Es wird ein umfassender Überblick über Klimts Zeichenkunst gegeben, die auch einen historischen Hintergrund darstellt. Dies macht die Schau sehenswert.

 

Autorin: Isabel Victoria 

 

"Gustav Klimt - Die Zeichnungen" ist noch bis 17. Juli 2022 in der Albertina Modern zu sehen

Kommentar schreiben

Kommentare: 0