EBB & Neïl Beloufa - Pandemic Pandemonium - Secession

Seit 28. Juni 2022 ist in der Secession "Pandemic Pandemonium" von EBB und Neïl Beloufa zu sehen. Einerseits wird darin die Pandemie behandelt sowie deren globales Management, andererseits werden auch neue Gemeinschaftsformen, die sich durch das Internet entwickelt haben, erkundet.

 

Lasst die Spiele beginnen

Die Schau ist im Erdgeschoss der Secession angesiedelt und erstreckt sich über mehrere Bereiche. Die BesucherInnen erwartet nach dem Betreten ein begehbares Spielfeld. Um die immersive Ausstellung auch wirklich vollständig erleben zu können, wird man zum Mitmachen animiert. Dazu ist ein Spielticket notwendig und in weiterer Folge bekommt man einen Avatar zugeteilt, der zum Begleiter durch das Geschehen wird.

 

Screen Talk 

Im ersten Teil ist der "Screen Talk" zu finden. Es handelt sich hierbei um eine Serie von 16 Episoden, die Neïl Beloufa gedreht hat. Themen und Objekte aus den kurzen Filmen weisen einige Parallelen zu der Corona Pandemie auf, andere sind rein fiktional. Erwähnenswert ist die Tatsache, dass die teilweise satirischen Szenen vor dem Ausbruch von Covid 19 entstanden sind. Diese Episoden geben einen Einblick in die Ausstellung und sind später Teil eines Fragespieles.

 

Betrug und Krypto-Kunst 

Neben dem "Screen Talk" gibt es noch weitere spielbare Stationen, unter anderem "Roulette", "Press Key Port" oder "Cheat Island". Der letztgenannte Bereich führt wie der "Screen Talk" ebenfalls zur Beantwortung der Fragen, jedoch auf eine betrügerische Art und Weise. BesucherInnen, die an der Krypto-Kunst interessiert sind, können die "Hand of  Venegance" über einen Bildschirm selbst farblich gestalten. Daraufhin kann dieses Kunstwerk als NFT (non fungible token) erworben werden.

 

Fazit

"Pandemic Pandemonium" ist eine äußerst interessante und außergewöhnliche Ausstellung der Produktionsfirma EBB und Neïl Beloufa. Es erinnert an ein Computerspiel, nicht nur aufgrund der grellen Farben, sondern auch dank der speziellen Soundeffekts. Die BesucherInnen werden darin zu Spielfiguren und müssen unterschiedliche Aufgaben lösen. Durch die Partizipation wird man selbst teil der Schau und gestaltet sie gewissermaßen auch mit. Dieser spielerische und ungewöhnliche Zugang macht die Ausstellung durchaus sehenswert.

 

Autorin: Isabel Victoria 

 

"Pandemic Pandemonium" ist noch bis 4. September 2022 in der Secession zu sehen 

 

FotoCredit: Oliver Ottenschläger

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