Augenblick! Straßenfotografie in Wien - Wien Museum MUSA

Seit 19. Mai 2022 ist im Wien Museum MUSA "Augenblick! Straßenfotografie in Wien" zu sehen. Darin wird Wiens Alltags- und Straßenleben anhand von noch nie gezeigten Bildern sichtbar gemacht. Es beginnt in den 1860er Jahren und zieht sich bis zur Gegenwart. Zu sehen sind Fotografien von Barbara Pflaum, Moriz Nähr oder Franz Hubmann. 


Großstadterkundungen   

Die Ausstellung befindet sich im Erdgeschoss des Museums und ist in insgesamt acht Bereiche unterteilt. Nach einer kurzen Einführung findet man unter anderem Fotografien, die sich mit der Bewegung innerhalb der Stadt auseinandersetzen. In Fotografien, die sich ab dem 20. Jahrhundert vermehrt kleineren Szenen widmen, liegen urbane Hektik und gemütliche Fortbewegung sehr nahe zusammen. Sichtbar gemacht wird dies hier in Arbeiten von Barbara Pflaum oder Franz Holluber, die das Geschehen am Heldenplatz oder auf der Kärntner Straße darstellen. 


Die Wiener Märkte 

Folgt man der Schau weiter, so findet man Arbeiten, welche beispielsweise die Schaulust der WienerInnen oder das geschäftige Treiben auf den Wiener Märkten festhalten. Es war der Naschmarkt, der immer wieder fotografisch abgebildet wurde und zu einem bevorzugten Image avancierte. Mit seinen klischeehaften Figuren, wie der dicken Marktfrau, wurde abermals ein Gegenbild zur sich schnell verändernden Metropole geschaffen. 


Wiener Freizeitgestaltung 

In der Stadtfotografie wurde auch immer wieder die Wiener Freizeitgestaltung abgelichtet, welche die Kehrseite der harten Arbeit ist. Dennoch waren es nicht nächtliche Aktivitäten, die Eingang in die Fotografien gefunden haben, sondern gemächlicheres Treiben in Cafés oder im Böhmischen Prater. Zu sehen sind in diesem Kontext müde Arbeiter beim Mittagsschlaf oder das Café Bauernfeld in der Liechtensteinstraße. 


Fazit 

Mit "Augenblick! Straßenfotografie in Wien" gibt das MUSA einen spannenden Einblick in das Wiener Stadtleben. Es wird dabei aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet, wie der Schaulust, Wiener Märkte, Randfiguren oder Stadtschriften. Als Besucher kann man sich seinen Rundgang selbst zusammenstellen, da die Schau keine bestimmte Richtung vorgibt. Wir werden zum Staunen, Nachdenken und manches Mal auch zum Schmunzeln gebracht. Alles in allem ist die Ausstellung sehr gelungen und einen Besuch wert. 

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