Physical Theater Company Side Effect - United Fortress of Europe - Odeon Theater

Am 11. September 2022 war die Physical Theater Company Side Effect mit "United Fortress of Europe" im Odeon Theater zu sehen. Es wird darin die Vereinigte Festung Europa geschaffen. Diese ist gedacht als ein Ort für wohlhabende Menschen aus der Mittelschicht, die anscheinend keine Geflüchteten sind.

 

Europa ist kein Dritte Welt Land

Willkommen in der Festung Europa! Haben wir es hier mit einem Ort, an dem Krieg stattfindet, zu tun oder nicht? Genau diese Frage stellen sich die DarstellerInnen auf der Bühne. Die Illusion von Zivilisation wird zertreten und die Entmenschlichung von Menschen soll verhindert werden. 

 

Den Zutritt verwehren

Es sollen vor allem jene wieder erinnert werden, die in Vergessenheit geraten sind oder nicht? Die Festung muss sich einer gewaltigen Krise stellen, sie beginnt zu wanken. Die Mauern sollten eigentlich den Menschen den Zutritt verwehren. Letztlich stellen wir selbst uns die Frage, ob wir nicht doch lieber hinauswollen. Doch wohin soll die Reise gehen? 

 

Als Gemeinschaft agieren

Hier steht nicht das Schauspielen an sich im Fokus, sondern die eigenen Erfahrungen der DarstellerInnen, die im Kollektiv ihrer Kreativität und Experimentierfreudigkeit freien Lauf lassen. Es verschmelzen Chaos, Struktur und Spontaneität zu einer einzigartigen Performance. Und genau das ist die "Fortress of Europe", wie wir sie uns erdacht haben oder vielleicht auch nicht. Denn auch unsere Vorstellungen werden in dieser Realität nicht erfüllt.

 

Fazit

Wir haben es bei "Fortress of Europe" mit einer außergewöhnlichen Show zu tun. Es wird gesungen, getanzt oder einem Chor gleichend gesprochen. Die DarstellerInnen wechseln immer wieder von Englisch auf Deutsch. Die Freude am (Schau)spiel ist deutlich erkennbar. In einem rasanten Tempo wird von einer Szene zur nächsten gesprungen. Im Zentrum steht die Festung von Europa, die lustvoll erforscht und erklommen wird. Die BesucherInnen können sich auf eine spannende Performance gefasst machen. 

 

Autorin: Isabel Victoria 

 

FotoCredit: Luiz Lima

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