Am 20. Oktober 2025 war David Scheid mit seinem aktuellen Programm "The Kabarettist" zu Gast auf der Bühne im Stadtsaal Wien. Darin stellt er sich unter anderem die Frage, ob man über den Weltuntergang lachen darf. Des Weiteren wird in gewohnter Manier über die Zukunft, Politik oder Faulheit als Kunstform reflektiert.
Der Kabarettist als Staatsfeind – fast jedenfalls
Ein Blick in die Zukunft – düster, aber mit satirischem Glanz: In „The Kabarettist“ zeigt David Scheib, wie sich Kabarettisten fühlen könnten, wenn freie Meinung plötzlich zur Straftat wird. Zwischen Projektionen, Pointen und DJ-Pult malt er ein Szenario, in dem Demokratie auf Diät gesetzt wird.
Politik zum Fürchten – oder Lachen
Im Jahr 2030 redet der Politiker vom Freiheitsbündnis Österreich – und David Scheid leiht ihm Gesicht, Stimme und jede Menge bitterkomische Wahrheiten. Da sitzt jede Geste, jedes „ähm“ – und plötzlich klingt Zukunft verdächtig nach Gegenwart. Man lacht, aber irgendwo zwischen Pointe und Realität bleibt einem kurz das Schmunzeln stecken.
Wenn Scrollen zur Satire wird
Faulheit als Kunstform – David Scheid zeigt, wie’s geht. Warum neue Pointen schreiben, wenn der eigene Instagram-Feed ohnehin Kabarett pur ist? Zwischen Selfies, Schlagzeilen und digitalen Doppelmoralbomben entsteht ein neues Genre: das Social-Media-Kabarett.
Fazit
David Scheid zeigt in „The Kabarettist“ nicht nur seine schauspielerische, sondern auch seine musikalische Seite. Mit feinen politischen Spitzen, die mal laut, mal leise treffen, schafft er einen Abend, der kein Auge trocken lässt.
Autorin: Jasmina Becirovic
FotoCredit: Antonia Mayer

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