An der Oberen Alten Donau in Floridsdorf hat sich ein Ort der Besonderheit entfaltet: der „Bank Austria Park am Mühlschüttel“, auch bekannt als Kunst- und Naturpark Mühlschüttel. Kuratiert von André Heller, ist dieser Park nicht nur eine Grünfläche, sondern auch ein skulpturales Gesamtkunstwerk, in dem Natur, Kunst und Öffentlichkeit miteinander verschmelzen.
Kunst im im öffentlichen Raum
Unter der Leitung von André Heller wurden Skulpturen, Klang- und Windspiele, Sitzobjekte und andere Installationen von internationalen KünstlerInnen, wie Xenia Hausner oder Moritz Mizrahi, errichtet, welche die Elemente Wasser, Luft, Licht und Erde thematisch aufnehmen. Diese Kunst im öffentlichen Raum ist nicht nur dekorativ, sondern lädt auch zur Interaktion und zur Reflexion ein.
Von der Wasserwächterin zur Atemluft
Erwähnenswert ist beispielsweise “Die Wasserwächterin” von André Heller. Diese beeindruckende Skulptur ist am Ufer der Alten Donau zu finden. Wirkung wird durch ein Windrad sowie ein Wasser- und Nebelspiel erzeugt. An einer anderen Stelle im Park ragt die Installation “Atemluft” von Xenia Hausner hervor, in der sich die Künstlerin mit gesellschaftlichen und existentiellen Problemen der Gegenwart auseinandersetzt.
Im Dialog und Introspektion
Die akustische Installation “Der Flüsterstuhl” von Moritz Mizrahi funktioniert im Dialog, indem zwei Personen zur Interaktion animiert werden. Es ist ein soziales Objekt, das Nähe und Aufmerksamkeit erfordert. “The Guardian” von Elmgreen & Dragset sitzt auf einem Bademeisterstuhl am Rande des Parks. Anstatt die Umgebung zu beobachten, ist die Figur in ein Buch vertieft, womit der Blick zur Introspektion verschoben wird.
Fazit
Der Kunst- und Naturpark Mühlschüttel ist ein Statement: Kunst und Natur, Stadtentwicklung und Gemeinschaft können zusammen ein Ambiente schaffen, das Schönheit, Erholung und kulturelle Teilhabe verbindet. Es entsteht ein Ort, der viele Bedürfnisse erfüllt – von Stille und Kontemplation, über Spiel und Aktivität bis hin zum künstlerischen Austausch.
Autorin: Isabel Victoria
FotoCredits: Christian Fürthner

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