Seit mehr als zwei Jahrzehnten kommentiert das österreichische Kabarettduo Peter Hörmanseder und Robert Stachel als Maschek das politische Tagesgeschehen „XX – 20 Jahre drüberreden“ versammelt die prägnantesten Momente und führt das Publikum im Stadtsaal Wien durch ein Vierteljahrhundert politischer Absurditäten.
Satire aus dem Schnittraum der Politik
Maschek haben aus der Kunst des „Drüberredens“ ein eigenes Genre kreiert in dem Originalbilder aus Pressekonferenzen oder Interviews mit neuen Dialogen versehen. Im Jubiläumsprogramm wird deutlich, wie konsequent dieses Prinzip funktioniert. Über die Jahre haben sich dabei unzählige reale Personen in der satirischen Parallelwelt der Gruppe eingefunden: mehrere österreichische Bundeskanzler, deutsche Regierungschefs, US-Präsidenten und sogar Päpste.
Ein Best-of mit Remix-Charakter
„XX – 20 Jahre drüberreden“ ist kein klassisches Kabarettprogramm mit durchgehender Handlung, sondern vielmehr eine Collage aus legendären Maschek-Nummern. Klassiker werden im Original gezeigt, andere Clips erhalten neue Kommentare oder werden in aktualisierten Versionen präsentiert. Gerade dieser Remix-Charakter sorgt für Tempo. Das Programm springt zwischen Jahrzehnten, politischen Systemen und medialen Formaten hin und her.
Bühne, Timing und Publikum
Auf der Bühne agieren Hörmanseder und Stachel vergleichsweise minimalistisch: zwei Mikrofone, eine Leinwand und präzises Timing. Der Fokus liegt auf dem Zusammenspiel von Bild und Stimme. Wenn ein Politiker plötzlich Dinge sagt, die er nie gesagt hat, entsteht ein komischer Effekt, der sich zwischen Improvisation und sorgfältiger Montage bewegt.00
Fazit
"XX – 20 Jahre drüberreden“ ist ein satirisches Archiv politischer Kommunikation – verdichtet, neu montiert und mit messerscharfem Timing präsentiert. Hörmanseder und Stachel zeigen, dass gute politische Satire keine aufwendige Bü
hne braucht: Ein Videoausschnitt, zwei Stimmen und der richtige Moment reichen, um die Absurditäten der Macht sichtbar zu machen.
Autorin: Isabel Victoria
FotoCredits: Alexis Pelekanos
